Über uns
Die Gemeinde
Die Martin-Luther-Gemeinde ist eine Gemeinde bekennender evangelisch-lutherischer Christen in der Universitätsstadt Göttingen im südlichen Niedersachsen.
Menschen unterschiedlicher Generationen und Lebensgeschichten kommen bei uns zusammen, um Gottes Wort zu hören, gemeinsam zu beten und den christlichen Glauben zu leben.
Als Gemeinde möchten wir Menschen mit dem Evangelium von Jesus Christus begleiten und ihnen einen Ort bieten, an dem sie Gottes Nähe erfahren, Gemeinschaft finden und im Glauben wachsen können.
Die Gemeinde entstand nach dem Zweiten Weltkrieg durch die Sammlung lutherischer Christen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten. Seit 1955 ist sie als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt.
Die Gemeinde gehört mit rund 200 anderen Gemeinden in Deutschland zur Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) mit insgesamt etwa 38.000 Kirchgliedern. Sie hat ein eigenes Beitragswesen, das auf den freiwilligen Beiträgen ihrer Gemeindeglieder beruht und nicht auf dem staatlichen Kirchensteuereinzug.
Unsere Kirchengemeinde zählt rund 110 Kirchglieder.
Das Gemeindezentrum befindet sich unmittelbar südlich der Göttinger Altstadt, nur wenige Gehminuten von der Fußgängerzone entfernt, am Walkemühlenweg.
Dazu gehören das Pfarr- und Gemeindehaus sowie ein Studierendenwohnheim mit 15 möblierten Zimmern. Der Gottesdienstraum wurde im Jahr 2005 neu gestaltet und ist von der Symbolik des Weges geprägt – als Ausdruck des gemeinsamen Weges mit Christus, der Menschen zusammenführt, begleitet und trägt.
Die Gottesdienste finden zweimal im Monat am Samstagabend um 18:00 Uhr, an allen anderen Sonntagen um 10:00 Uhr statt.
In der Woche treffen sich verschiedene Gruppen der Gemeinde. Im gemeinsamen Gespräch über die Bibel, in der Kirchenmusik, in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sowie im studentischen Bibelkreis wird christlicher Glaube gemeinsam gelernt, gefeiert und gelebt.
Dazu gehören unter anderem der Bibelgesprächskreis, der Kirchenchor, das Info-Treffen SELK sowie der Tauf- und Konfirmandenunterricht. Studierende treffen sich am Mittwochabend zu einem Bibelkreis.
Mittelpunkt unseres gemeindlichen Lebens sind die Gottesdienste. Ihre festliche Liturgie und der Gemeindegesang alter und neuer Lieder bezeugen die Gemeinschaft, die der auferstandene Christus seiner Gemeinde schenkt.
Wir feiern unsere Gottesdienste nach der Ordnung der Evangelisch-Lutherischen Kirchenagende auf der Grundlage der Lutherischen Messe. Dabei werden sie abwechslungsreich durch Orgel, Gitarre, Flötenmusik oder Posaunenchor gestaltet.
In der Predigt begegnet Jesus Christus seiner Gemeinde durch sein Wort. Er allein führt aus Schuld, Vergänglichkeit und Tod zum neuen, unvergänglichen Leben.
Im Heiligen Abendmahl schenkt der auferstandene Christus sich selbst mit seinem Leib und Blut zur Vergebung der Sünden und zur Stärkung des Glaubens, der Liebe und der Hoffnung.
Die Martin-Luther-Gemeinde ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Göttingen.
Was uns als Gemeinde trägt und prägt, kommt in den theologischen Grundlagen unserer Kirche und in unserer Gemeindeordnung zum Ausdruck.
Gäste sind bei unseren Gottesdiensten und Gemeindeveranstaltungen jederzeit herzlich willkommen.
Unser Bekenntnis
Die Martin-Luther-Gemeinde steht in der Tradition der evangelisch-lutherischen Kirche. Sie bekennt Jesus Christus als den gekreuzigten und auferstandenen Herrn und verkündigt ihn als den Retter der Welt.
Grundlage unseres Glaubens und Lebens ist die Heilige Schrift des Alten und Neuen Testaments als das unfehlbare Wort Gottes. An ihr werden Lehre und Leben der Kirche geprüft und ausgerichtet.
Darum weiß sich die Martin-Luther-Gemeinde an die Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche gebunden. In ihnen sieht sie die biblische Botschaft zuverlässig bezeugt und ausgelegt.
Dazu gehören die drei ökumenischen Glaubensbekenntnisse – das Apostolische, das Nicänische und das Athanasianische Glaubensbekenntnis –, die ungeänderte Augsburgische Konfession mit ihrer Apologie, die Schmalkaldischen Artikel, der Kleine und der Große Katechismus Martin Luthers sowie die Konkordienformel.
Theologische Grundlagen
„Der rechte wahre Schatz der Kirche ist das heilige Evangelium der Herrlichkeit und Gnade Gottes.“ So lautet die 62. der berühmten 95 Thesen Martin Luthers.
Von diesem Schatz lebt die Kirche bis heute. Das Evangelium ist die gute Nachricht, dass Gott den Menschen in Jesus Christus liebt, ihm Schuld vergibt und ihm neues Leben schenkt.
Diesen Schatz des Evangeliums weiterzugeben, versteht die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche als ihren Auftrag.
Sie verkündigt Jesus Christus als den gekreuzigten und auferstandenen Herrn, der Menschen mit Gott versöhnt. Er ruft in seine Nachfolge, schenkt Hoffnung über den Tod hinaus und begleitet Menschen auf ihrem Weg durch das Leben.
In der Heiligen Taufe nimmt Gott Menschen in seine Gemeinschaft auf und schenkt ihnen seinen Heiligen Geist.
In der Heiligen Absolution spricht er Vergebung zu und richtet neu auf.
Im Heiligen Abendmahl schenkt der auferstandene Christus sich selbst mit seinem Leib und Blut zur Vergebung der Sünden und zur Stärkung des Glaubens, der Liebe und der Hoffnung.
Die Heilige Schrift des Alten und Neuen Testaments ist die verbindliche Quelle und Norm unseres Glaubens. In ihr begegnen wir dem lebendigen Gott. Die lutherischen Bekenntnisschriften helfen uns, die Botschaft der Bibel zu verstehen, zu bewahren und weiterzugeben. Darauf werden die Pfarrer unserer Kirche bei ihrer Ordination verpflichtet.
Bischof, Pröpste und Superintendenten achten bei ihren Visitationen darauf, dass das Evangelium von Jesus Christus klar und unverfälscht verkündigt wird und die Sakramente nach seiner Einsetzung gefeiert werden.
So versteht sich die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche als Teil der einen heiligen christlichen und apostolischen Kirche.
Sie steht in der Gemeinschaft aller Christen, die auf Jesus Christus vertrauen, und weiß sich verbunden mit der Kirche aller Zeiten und Orte.
Kirche geschieht überall dort, wo Gottes Wort verkündigt und die Sakramente nach der Einsetzung Christi gefeiert werden.

