Unser Bekenntnis

Aus der Gemeindeordnung der Martin-Luther-Gemeinde:

 "Die Martin-Luther-Gemeinde in Göttingen steht als Kirche Jesu Christi an ihrem Ort in der Einheit der heiligen, christlichen und apostolischen Kirche, die überall da ist, wo das Wort Gottes rein gepredigt und die Sakramente nach der Einsetzung Christi verwaltet werden. Sie bezeugt Jesus Christus als den alleinigen Herrn der Kirche und verkündigt ihn als den Heiland der Welt.

Die Martin-Luther-Gemeinde ist gebunden an die Heilige Schrift Alten und Neuen Testaments als an das unfehlbare Wort Gottes, nach dem alle Lehren und Lehrer der Kirche beurteilt werden sollen. Sie bindet sich daher an die Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche, weil in ihnen die schriftgemäße Lehre bezeugt ist, nämlich

  • an die drei ökumenischen Symbole (das Apostolische, das Nicänische und das Athanasianische Bekenntnis),
  • an die ungeänderte Augsburgische Konfession und ihre Apologie,
  • die Schmalkaldischen Artikel,
  • den Kleinen und Großen Katechismus Luthers
  • und die Konkordienformel."


Theologische Grundlagen:

"Der rechte wahre Schatz der Kirche ist das heilige Evangelium der Herrlichkeit und Gnade Gottes."

So lautet die 62. der berühmten 95 Thesen Dr. Martin Luthers, mit deren öffentlichen Anschlag am 31. Oktober 1517 die Reformation begann. Diesen Schatz, den Gott durch Luther hat wieder zutage fördern lassen, unter die Leute zu bringen - und zwar unverkürzt und in seinem ganzen Reichtum - das will die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche.

Sie verkündigt Jesus Christus als einzigen Retter aus Schuld und Tod. Sie spendet das Sakrament der Neugeburt im Heiligen Geist (Heilige Taufe). Sie erteilt reuigen Sündern Gottes Freispruch (Heilige Absolution). Sie feiert das Mahl des neuen Bundes, in dem sich der auferstandene Christus leibhaftig den Seinen schenkt (Heiliges Abendmahl).

Die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche weiß sich gebunden an die Bibel als Gottes Wort sowie die sie recht auslegenden Bekenntnisse der Kirche. Sie verpflichtet ihre Pfarrer bei der Ordination (Weihe zum Amt der Kirche) ernstlich darauf. Bischof, Pröpste und Superintendenten sehen bei der Visitation (Gemeindebesuch) vor allem darauf, dass der Schatz des Evangeliums nicht wiederum vergraben, verfälscht oder durch anderes ersetzt - sondern, dass er ausgeteilt wird.

In dem allen will die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche nichts anderes sein als Kirche, die in der Einheit der heiligen christlichen und apostolischen Kirche steht, die überall dort ist, wo das Wort Gottes rein gepredigt und die Sakramente nach der Einsetzung Christi verwaltet werden.